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Gruß

Mein Wunsch  für dieses Jahr:


Du neues Jahr, sei ein Jahr des Lichtes,

der Liebe und des Schaffens!

Bringe den Menschen die Krone des Lebens

und lasse die Kronen dieses Lebens menschlich sein.

Setze dem Überfluss Grenzen

und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Gib allem Glauben seine Freiheit

und mach die Freiheit zum Glauben aller.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort

und erinnere die Ehemänner dagegen an ihr erstes.

Lasse die Menschen kein falsches Geld machen,

aber auch das Geld keine falschen Leute.

Gib den Regierungen ein besseres Deutsch

und den Deutschen bessere Regierungen.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit

und der Wahrheit mehr Freunde.

Gib den Gutgesinnten eine Gesinnung;

lasse die Wissenschaft Wissen schaffen.

Bessere solche Beamten,

die wohl feil, aber nicht wohlfeil,

und wohl tätig aber nicht wohltätig sind,

und lasse die, die rechtschaffen sind,

auch recht schaffen.

Lasse uns nicht vergessen,

dass wir alle von Gottes Gnaden sind

und dass alle allerhöchsten Menschen

Demokraten waren.

Gib unserem Verstand Herz

und unserem Herz Verstand,

damit unsere Seele schon hier selig wird.

Sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen
- aber noch lange nicht!

Impressum

Diedrich Kohnert

(Inhaltlich verantwortlich gemäß § 10 MDStV)

Mühlenstr. 18

49744 Geeste-Dalum

Tel.: 05937 98660

Fax: 03212 5646378

E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


 

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Quelle: https://www.e-recht24.de

 

Kindheit

Am 8. Mai 2005 wird erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor sechzig Jahren. Diedrich hat zwar nicht den Beginn, dafür aber die Jahre ab 1940 erlebt und schreibt dazu:

Als ich geboren wurde (Februar 1940), wurde schon fast ein halbes Jahr lang gekämpft - zunächst in Polen und Frankreich und gegen England. Jemand hat meinen Eltern auch zur Geburt eines strammen Jungen gratuliert, der nun in eine glorreiche Zeit des Deutschen Reiches hinein wachsen wird. Aber es kam bekanntlich ganz anders.

Wilhelmshaven war Kriegshafen und für die feindlichen Bomberverbände ein nahes Ziel. Familien mit kleinen Kindern wurde nahegelegt. die Stadt zu verlassen und sich ein ruhiges Plätzchen zu suchen. Meine Mutter war drei Wochen nach meiner Geburt “nach kurzer, heftiger Krankheit” gestorben, mein Vater musste zu den Soldaten. Aufgenommen und bemuttert wurde ich von meiner Großtante Agnes. Mit ihr zusammen war ich ausquartiert von Januar bis Juli 1941 in die Kuranstalt “Agathenhof” in Kärnten. Das muss damals dort sehr schön gewesen sein. (Ich habe 1997 mit Hannelore dieses Haus - inzwischen noble Wellness-Farm - noch einmal besichtigt).


a Agathenhof 

Zurück in Wilhelmshaven lebte ich in der Kieler Str. 4. Ich konnte zwar schon laufen, für längere Strecken wurde ich aber gefahren:

 
     

 

a okt41a

a okt41b

Irgend jemand oder irgendwas muss mich zum Weinen gebracht haben, obwohl es zu diesem Zeitpunkt (4. Oktober 1941) in Wilhelmshaven noch relativ friedlich zuging. Dramatisch wurde es für uns, als auf das Haus, in dem wir wohnten, und auf die benachbarten Spreng- und Brandbomben geworfen wurden (Februar 1943). Danach sah es dort so aus (Kieler Str. 4 ist ganz unten rechts):


 

a kieler4a


 

Während des Bombenangriffs saßen wir mit den Hausbewohnern unten im Keller. Nach dem Angriff wurde von allen Seiten tüchtig geholfen. Was zu retten war, wurde mit allen Kräften gerettet. Mir wurde erzählt, dass ich nach Tagen bei einer erneuten Suche meine Matratze in den Trümmerbergen wiederentdeckt habe. Vorübergehend wohnten wir bei der Schwester meiner Pflegemutter, bei Oma Rosenkranz “auf Siebethsburg”. Und dann konnten wir in die ganz schnell bewohnbar gemachte neue Wohnung einziehen: Thorner Str. 8 in Wilhelmshaven-Fedderwardergroden (im Jargon auch “F’täng” genannt):

 

 

a ThornerStr8

a ThornerZugang
Alles noch nicht ganz fertig - aber besser als gar nichts! Links Sigrid, die Enkeltochter, damals etwas mehr als ein Jahr alt. 

 


Je länger der Krieg dauerte, um so ärger wurde es. In einem Aufruf des Kreisleiters hieß es:

“Die beiden Tagesangriffe in diesem Jahr haben uns gezeigt, daß der Gegner . . . auch Wilhelmshaven weiter bombardieren wird. Ich erachte es daher als meine Pflicht . . . darauf aufmerksam zu machen, daß jeder verantwortliche Familienvorstand bemüht sein muß,. . . für die nicht im Arbeitseinsatz stehenden Frauen und Kinder ein Unterkommen auf dem Lande zu finden.

Meine Pflegemutter zog daraufhin mit mir und mit Sigrid nach Frieschenmoor bei Ovelgönne in der Wesermarsch (in der Nähe von Brake). Dort wurden wir aufgenommen von einer Familie auf dem Bauernhof. Hin und wieder fuhren wir mit dem Zug zu Besuch nach Wilhelmshaven. Ich kann mich noch entsinnen, dass der Zug im Dunkeln mitunter unvermittelt auf freier Strecke hielt, die Lokomotive abgekoppelt wurde und etliches vorausfuhr, später zurückkam und die Fahrt fortgesetzt wurde. Später habe ich erfahren, dass diese Manöver im Zusammenhang mit Fliegeralarmen standen. Die feurigen Lokomotiven waren ein in der Dunkelheit leicht auszumachendes Ziel - und es sollte nicht der ganze Zug in Mitleidenschaft gezogen werden.

Dann kam das Ende des Krieges. Ich spielte in der Nähe des Bauernhauses, als ein leichter Panzer auf der Straße herankam und zum Bauernhaus abbog. Ich natürlich hinterher - neugierig wie ich war. Als ich die Tür zum Wohnteil des Hauses öffnete, standen alle Hausbewohner mit erhobenen Händen an der Wand, davor Soldaten (Engländer oder Kanadier) mit Pistolen und Gewehr. Mich traf der Blick meiner Pflegemutter - und ich wusste, dass ich mich schleunigst zurückziehen sollte. Auf dem Hof waren keine Männer und vor allem keine deutschen Soldaten. Das war unser Glück.

 Bald darauf ging es zurück nach Wilhelmshaven - zu Fuß, denn Züge fuhren nicht mehr. Unser Gepäck wurde auf den Kinderwagen verstaut und dann ging es ab. Oma Agnes mit Sigrid (3 Jahre alt) und mir (5 Jahre alt). Nach dreißig Kilomertern trafen wir über Nebenstraßen in Blauhand die Reichsstraße 69. Ein Pferdefuhrwerk nahm uns freundlicherweise mit bis zum Bahnhof Sande. Eine Nacht mussten wir dort bleiben, weil der letzte Zug der Werft-Vorortbahn schon weggefahren war. So kamen wir erst am nächsten Tag in Fedderwardergroden an.


Fotos aus 70 Jahren meines Lebens

2010: Siebzig Jahre sind vergangen - Erinnerungen sind geblieben:



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Ordinationsjubiläum

Ich wurde am 17. Oktober 1971 in Winsen (Aller) ordiniert. Am 31. Oktober 2011 konnte ich im Reformationsgottesdienst in Dalum mein Ordintions-Jubiläum (40 Jahre Pastor) begehen.

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Weltkulturerbe?



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Sammeln Unterschriften für die Aufnahme auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes (von links): Pastor Thorsten Jacobs, Manfred Rogin (Kirchenvorstandsvorsitzender), Pastor Diedrich Kohnert (Mitglied des Arbeitskreises „Otto Bartning“) und Günter Hermes (Bauausschussvorsitzender) vor der bereits denkmalgeschützten Pauluskirche in Dalum.